#45 Dein Gehirn kann Symptome lernen – aber kann es sie auch wieder verlernen?
Shownotes
Vielleicht kennst du das: Du gehst ins Restaurant, steigst ins Auto oder planst eine Reise und plötzlich meldet sich dein Bauch. Obwohl du noch gar nichts gegessen hast, spürst du schon die ersten Beschwerden.
Was, wenn dein Nervensystem über die Jahre gelernt hat, bestimmte Situationen mit Gefahr zu verbinden?
Genau darum geht es heute. Ich nehme dich mit in die spannende Welt der Neuroplastizität und des Brain Retrainings und erkläre dir, warum chronische Symptome durch erlernte Reaktionsmuster verstärkt werden können – und weshalb das keineswegs bedeutet, dass deine Beschwerden eingebildet sind.
✨ In dieser Folge erfährst du:
- wie dein Gehirn bestimmte Symptome und körperliche Reaktionen erlernen kann
- was Neuroplastizität bedeutet und warum sie so viel Veränderung ermöglicht
- weshalb dein Nervensystem harmlose Körperempfindungen manchmal als Gefahr bewertet
- wie aus einzelnen negativen Erfahrungen ganze Netzwerke aus Angst, Kontrolle und Vermeidung entstehen
- was Brain Retraining ist und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse dahinterstecken
- warum positive Gedanken und Affirmationen allein oft nicht ausreichen
- weshalb neue Erfahrungen und Wiederholungen so entscheidend sind, um alte Muster zu verändern
- und wie du mit einer einfachen Mindmap deine eigenen erlernten Verknüpfungen erkennen kannst
Denn es geht nicht darum, deine Symptome zu ignorieren oder dir einzureden, dass alles gut ist. Es geht darum, deinem Nervensystem Schritt für Schritt neue Erfahrungen zu ermöglichen und wieder mehr Vertrauen in deinen Körper zu entwickeln.
💛 Das Wichtigste: Dein Gehirn kann lernen – und es kann auch umlernen.
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Transkript anzeigen
00:00:03: So schön, dass du auch heute wieder mit dabei bist.
00:00:06: Heute geht es um ein Thema was ich sehr sehr liebe und zwar jetzt darum das unser Gehirn Symptome lernen kann!
00:00:16: Und ja ich weiß wenn ich diesen Satz sage denken super viele Menschen ahja okay jetzt heißt sie wieder meine Beschwerden seien psychisch.
00:00:23: aber nein darum geht's überhaupt nicht.
00:00:25: Ich nehme dich heute ganz tief mit in die Themen.
00:00:27: Symptom erlernen kann man sein Symptoma auch wieder Fairlerne, Neuroplasticität, Rain Retraining und so weiter.
00:00:34: darf es auf jeden Fall gespannt sein.
00:00:38: Wir starten mal mit einem ganz einfachem Beispiel, womit sich eigentlich jeder vorstellen kann Du bist ein kleines Kind und verbrennst dir die Hand an einer Herdplatte.
00:00:45: Beim ersten Mal hast du dann direkt eine Gewebeschädigung, die Schmerzrezeptoren werden aktiviert.
00:00:51: Die Nervensignale laufen Richtung Gehen, Schmerzen entsteht und du ziehst natürlich durch die Hand zurück.
00:00:57: oder beziehungsweise ist es sehr sinnvoll weil der schmerz schützt dich.
00:01:02: Was passiert denn aber danach?
00:01:03: Wahrscheinlich bist du am nächsten kochen oder hoffentlich ein bisschen vorsichtiger aufmerksamer Vielleicht sogar ein bisschen angespannt.
00:01:11: Und natürlich spielt noch mit rein, ob Mama oder Papa immer dann extra aufsagen, hey sehr vorsichtig das heißt du hast dir weh getan und dann kann es schon irgendwann so sein dass ist reich wenn du die heiße Herdplatte siehst.
00:01:23: Natürlich einen gewollterlernen Effekt, dass du weich, okay der langt nicht mehr drauf, die Wärme zu spüren und an den Unfall zu denken.
00:01:29: Dann reagiert dein Körper direkt ein bisschen schneller und geht in so einem Vermeidungsmodus was hier wie gesagt ein Gewollteffekt ist.
00:01:36: Und warum passiert das?
00:01:38: Weil dein Gehirn clever ist und gelernt hat.
00:01:40: Herdplatte ist gleich möglicherweise gefahrter, langweil besser nicht hin!
00:01:44: Und genau dieses Prinzip von Lernen und Erwartungen finden wir eben nicht nur bei offensichtlichen Gefahren sondern auch bei Schmerzen, Übelkeit, Schwindel, Herzklopfen, Darmbeschwerden und bestimmten Körperempfindungen.
00:01:58: ganz oft stellen uns den Körper ein bisschen zu... Einfach vor, wir denken das was im Darm passiert.
00:02:03: Das Signal vom Darm geht dann ins Kieren und das Gehirn sagt okay hier ist der Symptom.
00:02:08: aber so einfach funktioniert Wahrnehmung nicht.
00:02:10: Wahrneumung ist nämlich ein aktiver Prozess.
00:02:13: Es bedeutet dein Gehirnen bekommt ständig enorme Mengen Informationen aus deiner Haut, deinen Muskeln, Organen, Augen, Ohren, Gleichgewichtssysteme und inneren Körperzuständen.
00:02:23: Es kann aber nicht alles gleich stark bewusst verarbeiten, also muss es auswählen und dabei spielen unter anderem eine Rolle.
00:02:31: Früher Erfahrungen, Kontext, Erwartungen, Aufmerksamkeit der Innerungen und die aktuelle Bedrohungseinschätzung.
00:02:39: Zum Beispiel du sitzt gerade hier und hörst diese Folge.
00:02:42: Wahrscheinlich hast du vor zehn Sekunden nicht bewusst gespürt wie deine Hose auf deiner Haut liegt, wie deine Füße den Boden berühren oder wie sich deine Zunge in dein Mund anfühlt Jetzt vermutlich schon.
00:02:53: Das Signal war aber vorher schon vorhanden, aber Aufmerksamkeit verändert was ins Bewusstsein kommt und genau das wird bei chronischen Symptomen spannend!
00:03:04: Was bedeutet denn überhaupt neuroplastizität?
00:03:07: Mit diesem Begriff oder diesen Begriff würde ich dir jetzt gern ein bisschen näher erklären.
00:03:11: Ganz vereintfach bedeutet das, dass unser Nervensystem sich durch Erfahrungen verändern kann.
00:03:16: Das passiert ständig die ganze Zeit als Kind manchmal noch ein bisschen mehr als Erwachsener aber trotzdem passiert es andauernd.
00:03:22: wenn du eine neue Sprache lernst Wenn du Klavier spielst und Auto fahren lernest, wenn du im Fitnessstudio eine neue Übung lernet beim Yoga oder dich an einen neuen Arbeitsweg gewöhnt ist dann verändern sich neuronale Prozesse Und ein Gehirn besteht aus Netzwerken und es ist nicht so, dass ein einzelnes Neuron speichert jetzt irgendwie dann Reizsamsymptom sondern Milliarden Nervenzellen, Milliarden kommunizieren miteinander.
00:03:48: Bestimmte Nervenzählen und Netzwerke werden immer wieder gemeinsam aktiviert und durch Wiederholung können sich Verbindungen funktionell verändern.
00:03:57: Das bekannte Prinzip dahinter, so ein bisschen vereinfacht gesagt was häufig gemeinsam aktivierend wird kann sich stärker miteinander verknüpfen.
00:04:04: Ein Beispiel, du spürst irgendwas im Bauch noch nicht mal positiv oder negativ bewertet.
00:04:09: Dann kommt der Gedanke und nein!
00:04:12: Dann kommen die Angst, dann kommt die Aufmerksamkeit auf den Bauch, da kommt die Anspannung und dann kommt eine stärkere Wahrnehmung.
00:04:17: Und wenn diese Abfolge hunderte Male stattfindet wird sie vertraut.
00:04:23: Gar nicht weil du das jetzt irgendwie absichtlich machst oder bewusst sondern bei der Nervensystem dieses Muster lernt.
00:04:28: Das ist wie so ein... Kannst du dir auch vorstellen?
00:04:31: wie eine Straße, die ersten Feldweg ist und wenn du da durchfährst dann ja es ist alles ziemlich holprig und noch überhaupt gar nicht so gut ausgefahren.
00:04:41: Und dieser Feldweg wird irgendwann zur Autobahn ausgebaut.
00:04:45: Je öfter du diese Straße fährst desto eher witz zu Autobahnen oder desto schneller witz zum Autobahn und irgendwann kannst du ganz schnell und einfach durchfahren.
00:04:54: und das ist so auch mit deiner Wahrnehmung.
00:04:57: je öfter dein Nervensystem quasi was lernt oder ein Muster lernt, desto einfacher kann es das Muster immer wieder abrufen.
00:05:05: Ich hoffe das war jetzt verständlich ausgedrückt.
00:05:07: Während dem Sprechen habe ich gemerkt dass sich ein bisschen kompliziert anhört aber vielleicht verstehst du was ich meine je öfter du etwas nutzt die öfter Du einen Muster nutzt desto mehr lernt Dein Gehirn der Nervensystem.
00:05:21: das ist quasi der Normalzustand ist.
00:05:24: Aber was heißt denn Symptome lernen eigentlich?
00:05:27: Hier müssen wir so ein bisschen aufpassen, weil das bedeutet nicht du hast dir irgendwann gedacht, dass du Bauchschmerzen haben möchtest.
00:05:34: Logisch!
00:05:35: Lernen im Nervensystem läuft nämlich sehr häufig einfach automatisch unbewusst und assoziativ.
00:05:40: also du lernst einfach was.
00:05:42: hier kommt auch ein klassisches Beispiel mit rein die sogenannte Konditionierung.
00:05:47: vielleicht kennst du es aus der Schule Der Pavlovische Hund Ein Hund bekommt Futter Das regt den Speichelfluss an, dann wird vorher immer eine Glocke gläutert.
00:05:58: Glockel bedeutet Futterkont, Futter bedeutet der Speichelfluss wird angeregt und nach ausreichend Wiederholungen reicht schon die Glocche aus damit der Speuchelfloss angereckt wird ohne dass das Futter überhaupt in Sichtweite ist.
00:06:12: Warum ist es so?
00:06:13: Das Nährvonsystem von diesem Hund hat gelernt Die Glocke sagt Futter voraus.
00:06:18: Und jetzt können wir das mal vorsichtig auf Symptome übertragen.
00:06:22: Vielleicht hattest du mehrere Male, dass du in einem Restaurant warst und was eigentlich mit deinen Freunden essen hast dann starke Bauchschmerzen bekommen.
00:06:30: Starke Bauchschmerzen haben dann zu Durchfall geführt.
00:06:34: Du hast wieder einmal Panik ausgelöst und musstest nach Hause.
00:06:37: Beim nächsten Restaurantbesuch kann beim Reingehen schon Folgendes passieren, dass dein Bauch wahrnehmbarer wird.
00:06:43: Weil du willst natürlich dieses negative Erlebnis vermeiden, ein Nervensystem will das vermeiden.
00:06:48: wie da am Aktivität verändert sich die ganze Aufmerksamkeit geht auf den Bauch und dann Herzschlag steigt.
00:06:54: Und dann denkst du dir irgendwann okay warum reagiert mein Bauch eigentlich schon obwohl ich noch gar nichts gegessen habe?
00:06:59: und genau hier kann dieses Lernen in Anführungszeichen lernen von Symptomen eben eine Rolle spielen.
00:07:06: Dann gibt es noch ein weiteres Modell, was in der Neurowissenschaft super spannend ist.
00:07:11: Denn dann gehen eben nicht nur Informationen verarbeitet sondern das versucht ständig vorher zu sagen, was als nächstes passiert.
00:07:18: Du hebst eine Tasse hoch und dein Gehirn wartet jetzt nicht erst darauf dass jeder Einzelbeginn passiert, sondern es hat bereits einer Erwartung wie schwer die Tasse ist, wie viel Kraft du brauchst anfühlen wird.
00:07:29: Und auch bei Körpersignalen gibt es natürlich Erwartungen, heißt du gehst essen und dann gehieren kennt dann mittlerweile okay Restaurantbesuch könnte möglicherweise Symptome auslösen und dann lenkt das ganze die Aufmerksamkeit eben früher auf Darmbewegungen oft Gas, Dehnung Geräusche.
00:07:47: da gibt's auch eine spannende Studie.
00:07:48: dazu habe ich in meinem Buch auch mit angeführt dass reizsam Patienten ein Ballon eingeführt wurde in den Enddarm und dann hat man festgestellt, dass Reizdam-Patienten viel, viel schneller auf diese Dehnung reagieren als Menschen ohne Reizdarm.
00:08:05: Und da ist man davon ausgegangen, dass einfach die Schmerzrezeptoren und diese Wahrnehmungen viel empfindlicher geworden sind – das meine ich eben mit.
00:08:12: Mann kann Symptome lernen oder Körperlernsymptome Und das sind ganz, ganz oft auch bei dir mit Sicherheit.
00:08:19: Auch bei mir damals ist es normale Darmbewegungen und die hatte man früher vielleicht gar nicht wahrgenommen.
00:08:24: aber über die Zeit merkt man dann eben da bewegt sich was oh Gott nein bitte nicht bitte nicht noch mehr Aufmerksamkeit und dann wird das Signal immer relevanter und relevanter.
00:08:33: Das bedeutet einfach nur dass das Gehirn an der Interpretation um Gewichtung des Signals beteiligt ist heißt wir können verschiedene Dinge einfach über die Dauer oder über die Zeit lernen, oder wir gewöhnen uns das an.
00:08:50: Und tatsächlich eignen sich dann Damen besonders gut für solche Lernprozesse, weil dann Dame und ein Gehirn eben extrem eng miteinander kommunizieren.
00:08:58: Deswegen spricht man heute auch nicht mehr nur von funktionellen Darmen beschwerden sondern vom Disorders of God-Brain Interaction also Störungen der Darmen hier in Interaktion.
00:09:09: Und da wird unter anderem beschrieben eine veränderte Damotilität.
00:09:13: Motilität ist gleich Bewegung, eine viszerale Hypersensitivität.
00:09:18: Das ist das was ich gerade angesprochen habe mit dieser Studie dass die Schmerzrezeptoren einfach viel eher Alarm schlagen.
00:09:25: Veränderungen von Schleimhaut und Immunfunktion Mikrobiomfaktoren und verändert Verarbeitung viszeraler Signale im zentralen Nervensystem als mögliche Teil dieses Gesamtbilds.
00:09:38: Und was ist denn so eine visterale Hypersensitivität?
00:09:40: Noch mal ein bisschen näher darauf eingegangen.
00:09:42: Vereinfacht gesagt, Signale aus den inneren Organ werden schneller oder stärker als unangenehm erlebt – wie wir anhand des Beispiels gesehen haben, anhand der Studier, Dehnung, Gas-, Darmbewegung und Füllung.
00:09:55: Heißt aber auch das Spannende daran, dass ein Signal gar nicht zwingend stärker geworden sein muss sondern die Verarbeitung dieses Signals kann sich verändert haben!
00:10:05: Wir nehmen jetzt einfach einmal zwei Personen Lisa und Julia.
00:10:08: Und diese beiden Frauen haben denselben Reiz, Lisa sagt okay mein Bauch krummelt und Julia sagt oh Gott da passiert was.
00:10:17: einfach weil Wahrnehmung nie ausschließlich von der Stärke des ursprünglichen Reizes abhängt sondern darauf basierend was ich gelernt habe über die Jahre.
00:10:26: vielleicht hat Julia schon öfter negative Erfahrungen in der Öffentlichkeit gemacht mit ihrem Darm oder hat einfach große Sorge aufzufallen oder sowas.
00:10:33: und dann hat das System natürlich viel eher gemerkt, hey da schlagen wir schon mal Alarm weil dann können wir uns vielleicht beschützen.
00:10:39: Weil der Nervensystem will dich immer beschützen und will dich auch für unangenehme Situationen beschützen Und dann denkt sie es natürlich ja cool sobald ich da was merke, schlage ich einfach ganz laut Alarm, weil dann gehen wir nach Hause oder machen irgendwas anderes und es kann uns nichts passieren.
00:10:54: Aber wie kann jetzt aus einem einzelnen Symptom eigentlich ein ganzes Netzwerk werden?
00:10:59: Und da finde ich das Bild eines neuronalen Netzwerks eigentlich sehr hilfreich.
00:11:03: Du kannst dir vorstellen, am Anfang ist er der Bauchschmerz und mit der Zeit – also der Bauchschmerz ist in der Mitte – gehen da viele so Striche von weg und da hängt dann überall was anderes dran.
00:11:15: Bestimmte Lebensmittel, Restaurants, Autofahren, Zugfahren, Arbeit, morgens ist Hausverlassen, Dates, Urlaub, fremde Toiletten… weil dann die hierhin gelernt hat, okay in diesen ganzen Situationen könnte das Symptom auftreten.
00:11:29: Heißt?
00:11:29: Dann haben wir irgendwann nicht einfach nur.
00:11:31: hey ich habe ein komisches Gefühl im Bauch ist gleich gefahren sondern auch Flugzeug ist gleich Gefahr bestimmtes Essen ist gleichgefahr Autofahrt ist gleichgefahr Restaurant ist gleich gefahr und dadurch wird das Netzwerk größer.
00:11:44: also es kommt immer mehr Punkte hinzu, wir haben immer noch in der Mitte dieses große Bauchgefühl stehen.
00:11:49: Am Außenrunden kommen immer mehr Punkte hin zu und dadurch steigt natürlich auch die Aufmerksamkeit, wie viel Platz das Ganze in deinem Leben einnehmen – die Erwartungssangst, die Kontrolle.
00:12:00: Das ist so ein ganz typischer Kreislauf dann.
00:12:02: Wir haben eine Situation zum Beispiel Reisetag, Erwartungen eines Symptoms, dann wird der Körper stärker beobachtet.
00:12:11: dann entdecken wir ein ganz kleines Signal, das wird bereits als Gefahr interpretiert.
00:12:16: Die Stressreaktion läuft automatisch ab, das Symptom verändert sich tatsächlich und dann kommt der Gedanke.
00:12:22: ich wusste es heißt die Erwartung wird noch stärker bestätigt und das ist ein ganz eigener Lernkreislauf.
00:12:31: aber kann das Gehirn diese Muster wieder verlernen.
00:12:34: Jetzt kommt der Teil mit der Hoffnung!
00:12:37: Neuroplastizität funktioniert nämlich nicht nur in eine Richtung, unser Nervensystem kann Gott sei Dank neue Erfahrungen lernen.
00:12:45: Heißt jetzt nicht dass wir ein altes Netzwerk einfach mit dem Radiergummi löschen können sondern neue Netzwerke und neue Reaktionsmöglichkeiten werden stärker.
00:12:54: also das ist gerade die alte Lernerfahrung mit Restaurantbauchgefühl.
00:12:58: Gefahrflucht Können wir je öfter wie was wiederholen in eine neue Erfahrung umwandeln?
00:13:04: Restaurant, Bauchgefühl.
00:13:06: Ich kenne dieses Gefühl bleiben essen.
00:13:09: Symptom ist vielleicht auch da vielleicht nicht so stark wie sonst aber es passiert nichts Gefährliches und dann bekommt den Gehirn nämlich neue Informationen.
00:13:17: Interessant!
00:13:18: Die Signal bedeutet also nicht automatisch irgendwie ne Vollkatastrophe oder dass irgendwas ganz Schlimmes peinliches passiert oder das man ganze Tag kaputt ist oder wie auch immer.
00:13:29: Es geht auch nicht nur um Restaurants Durchfall, es geht ja auch um viele andere Symptome wie Verstopfung, Blähungen, Aufstoßen usw.
00:13:39: und sofort oder natürlich auch Erschöpfung etc.
00:13:43: Wenn solche Erfahrungen wiederholt auftreten dann beendet sich irgendwann die Bewertung.
00:13:47: und genau da kommt dieser Begriff Brain Retraining ins Spiel.
00:13:51: alle die bei uns im Programm kennen diesen Begriff hat sich immer ein bisschen Wie sagt man?
00:13:59: Abgespaced, an finde ich.
00:14:01: Auf Deutsch heißt tatsächlich einfach Gehenumschulung.
00:14:05: Hört sich nicht ganz so gut an mit Brain Retraining.
00:14:08: aber ganz wichtig brain retraining ist auch keine einzelne einheitlich definierte medizinische Therapie.
00:14:14: Je nach Programmen oder je nach Anbieter werden der Dinge kombiniert wie Psychoeducation über Neuroplastizität, bekommst du bei uns.
00:14:22: Aufmerksamkeitslenkung lernt sie bei uns, reframing lernt es zu bei uns.
00:14:26: ,expositionen lernt so bei uns.
00:14:28: .visualisierung lernt zu bei us.
00:14:30: Zomatische Wahrnehmung, Meditation, Regulationstechniken Verhaltensexperimente, Veränderungen von Angst und Vermeidungsmustern.
00:14:37: Lernst du tatsächlich alles bei uns?
00:14:39: Und einiges davon kennen wir aber auch aus etablierten Therapieformen.
00:14:43: Also wenn du eine Psychotherapie beispielsweise bist, da wird auch damit gearbeitet in der kognitiven Verhaltenstherapie und der Exposition, mit Acceptance and Commitment ansetzen in der Hypnosisherapie, in der Schmerzverarbeitungstherapien und in vielen weiteren.
00:15:01: Heißt wissenschaftlich ist hier wichtig.
00:15:04: für diese etablierseten Verfahren gibt es teilweise echt gute Evidenzen Und die sogenannte Rome Foundation empfiehlt Brain Gut, also Gehirn-Darmverhalten.
00:15:13: Therapien mittlerweile ausdrücklich als Teil der Behandlung von Störungen oder Darm-Hirn-Interaktion.
00:15:18: Übrigens ich wusste nicht – oder weiß nicht ob du es kennst?
00:15:21: Die Rome Foundation ist eine internationale gemeinnützige Fachorganisation, die sich auf Störung in der Darm-, Hirninteraktion spezialisiert hat.
00:15:28: Also zum Beispiel Reizdarm und chronische Verstopfung Und bringt dann Forschende und Menschen aus Kliniken zusammen, entwickelt unter anderem die Rome-Kriterien.
00:15:38: Die weltweit zur Einordnung in Diagnose solcher Erkrankungen genutzt werden.
00:15:43: Und so Brain Gut Therapies beispielsweise ist sowas wie damgerichtete Hypnotherapie Arbeit an Symptomangst, Vermeidung und Sicherheitsverhalten Stress und Emotionsregulation usw.
00:15:57: Also ganz viel davon was wir auch bei uns im Programm umsetzen.
00:16:01: Übrigens, falls du es noch nicht abonniert hast.
00:16:04: Wir haben jetzt bald wieder den ersten und immer zum Ersten geht unser kostenloses Darmonamagazin raus mit ganz vielen Sofortipps aber auch Geschichten, wissenschaftliche Informationen praktisch zusammengefasst so dass du ja ganz viel für dich mit rausnehmen kannst.
00:16:20: Verschicken wir immer zum ersten jeden Monat.
00:16:23: Den Link dazu findest du in dem Show-Not also melde ich gerne an damit du's jetzt am ersten auch direkt erhältst.
00:16:30: Also eigentlich können wir sagen, fast alles was wir so machen bei unserem Programm vieles was du schon ausprobiert hast ist im Endeffekt Brain Retraining weil genau das wollen wir bei chronischen Symptomen.
00:16:40: Wir wollen dass unser Nervensystem wieder Sicherheit lernt und wieder auch trotz Symptomensicherheit lernen weil das der erste Schritt in Richtung Symptome los werden ist.
00:16:50: ich würde mal aufpassen weil Neuroplastizität es sehr gut belegt als biologisches Prinzip.
00:16:56: Aber wenn da jetzt jemand sitzt und sagt, wir haben die Brainy Training Methode.
00:17:00: Und in vier Wochen bist du alle in der Symptome los weil du zwei Übungen jetzt die ganze Zeit machst.
00:17:05: Wäre ich ein bisschen vorsichtig?
00:17:06: Wenn irgendjemand immer sagt, ich habe dir eine Methode!
00:17:09: Du musst nur das für vier Wochen machen aber man muss jeder selbst einfach ein bisschen aufpassen.
00:17:15: Eine Therapie, über die in den letzten Jahren viel gesprochen wurde ist die sogenannte Pain Reprocessing Therapy.
00:17:22: Und die wurde unter anderem bei Menschen mit primär chronischen Rückenschmerzen untersucht und die Idee dahinter war dass Menschen lernen bestimmte Schmerzen nicht mehr automatisch als Zeichen von Gefahr zu interpretieren.
00:17:35: Da gab es eine randomisierte Studie und da wurde nach vier Wochen festgestellt das sixty-sechzig Prozent der PRT Gruppe die Menschen, die eben diese Pain Reprocessing Therapie gemacht haben.
00:17:47: Schmerzfrei oder nahezu schmerzfreier an sechsundsechzig Prozent gegenüber nur zwanzig Prozent in der Placebo-Gruppe und zehn Prozent hatten eine Verbesserung oder nur zehn Prozent hatte einer Verbesserungen, die ihre übliche Behandlung weitergemacht haben.
00:18:03: Und da konnte man im MRT Veränderungen wahrnehmen in Schmerzen.
00:18:08: zu den Aktivitäten und Konnektivitätsmustern hört sich jetzt super wissenschaftlich kompliziert an, aber einfach oder vereinfacht gesagt.
00:18:18: Bedeutet es einfach nur dass das Gehirn reagierte bzw verarbeitete Schmerzsignale nach der Therapie anders waren als vorher und einen zweitausend zwanzig veröffentlichte.
00:18:29: fünf Jahres nachbeobachten also noch fünf fünf Jahre nach der Studie fand bei einem großen Teil der Teilnehmenden weiterhin deutliche Vorteile.
00:18:38: Super spannend.
00:18:40: jetzt muss man natürlich aufpassen weil das war jetzt eine Gruppe mit primär chronischen Rückenschmerzen.
00:18:45: Heiße können jetzt nicht sofort sagen, es lässt sich zu hundert Prozent auf Reizstamm übertragen.
00:18:48: aber auch da gibt's ja schon Studien!
00:18:50: Ich hoffe auch wir mit Damwunder können irgendwann mal eine Studie machen.
00:18:53: das ist auf jeden Fall in Planung weil das Thema einfach noch viel größer gemacht werden muss und weil da einfach so viel gemacht werden kann.
00:19:00: wenn ich es ernst nehme und verstehe was da überhaupt in meinem Körper passiert?
00:19:06: Ich meine da jetzt muss man sich einmal festhalten du kennst mit Sicherheit eine Person dein Leben die chronische Rückenschmärzen hat.
00:19:13: Diese Menschen nehmen fast die ganze Zeit einfach nur Schmerzmittel.
00:19:18: Und jetzt haben wir hier Menschen, die an der Therapie teilgenommen haben, in der sie gelernt haben dass sie bestimmte Schmerzen nicht mehr automatisch als Zeichen von Gefahr interpretieren und sechsundsechzig Prozent davon wurden schmerzfrei oder nahezu schmerzwaldes ist finde ich Wahnsinn!
00:19:36: wird viel zu wenig weiter drüber gesprochen.
00:19:38: Ich habe auch oft noch das Gefühl, obwohl es teilweise so stark am Studium belegt ist, man mal einfach belächelt wird weil Menschen das nicht verstehen können, weil ihnen die Beispiele fehlen und sie es nicht greifen können.
00:19:50: Das ist wie... Nehman sieht's halt nicht!
00:19:52: Das ist ... Wie Luft ist da?
00:19:56: Und jeder weiß, dass er da ist.
00:19:58: Er weiß auch was wir brauchen zum Atmen.
00:20:02: Aber ich kann sie halt nicht greifen.
00:20:04: Und es ist so ein bisschen bei Neuerplastizität auch so das Thema, dass es einfach schwerterweise für uns zu begreifen ist.
00:20:11: Wenn wir jetzt aber so viel über Lernen gesprochen haben, dann müssen wir auch über Wiederholung sprechen.
00:20:16: Hast du vielleicht schon mit einer neuen Sprache gelernt oder Klavier?
00:20:18: Oder sonst irgendwas Fahrradfahren und Autofahren?
00:20:21: Dann weißt du natürlich, dass du spanisch nicht durch einen Satz lernst oder Klavier nicht durch eine Übungsstunde.
00:20:26: Und als Kind ist es uns irgendwie völlig klar!
00:20:28: Und dann wissen wir auch, wir müssen natürlich was oft wiederholen und da kann ich schreiben... Denkt mal drüber nach in der ersten Klasse, wie oft wir das A geschrieben haben bis es das Konten ist.
00:20:38: Tausende Wiederholungen.
00:20:39: oder vielleicht erinnerst du dich an deine erste Fahrstunde?
00:20:42: Wie du jedes Mal überlegen musst, dass kupplung Gas welcher Gang, wie komme ich in den Gang und wie automatisiert das jetzt alles abläuft Da wissen wir's!
00:20:50: Und wenn wir dann aber über Symptome sprechen oder da was zu verändern ist so oft so ja einfach nicht greifbar.
00:20:57: Aber auch neue körperbezogene Lernerfahrungen brauchen ganz viel Wiederholung, Erfahrung und Zeit.
00:21:04: Heißt einfach so ein Gedanke.
00:21:05: deswegen funktioniert ganz viel von dieser Mindset-Arbeit die da draußen zu gelehrt wird oder umschreiben von negativen Glauben setzen?
00:21:14: Nicht!
00:21:14: Weil ein einziger Gedankel wie das ist nicht gefährlich oder mir geht es gut reicht einfach nicht.
00:21:20: muss erleben.
00:21:21: also ich hatte das Gefühl Ich bin geblieben Ich habe mich vielleicht bewegt, ich habe gegessen.
00:21:29: Ich bin trotzdem hingefahren und mein Körper konnte damit umgehen.
00:21:33: also du brauchst viele verschiedene Dinge weil das ist die Erfahrung.
00:21:37: Und auch es geht nicht darum dann keine Symptome mehr zu haben.
00:21:40: Es verstehen auch ganz viele Nichts sondern Du hast diese Symptom.
00:21:43: Aber du schaffst es zum Beispiel vielleicht die zu veratmen Wenn du schafft es kurz auf Toilette zu gehen der kaltes war ans Gesicht zu machen irgendwas umzulenken.
00:21:52: Du schaffst es vielleicht, dich zu beruhigen und trotzdem da zu bleiben?
00:21:55: Und dann hast du ein Erfolgserlebnis und das wollen wir immer wieder hervorrufen.
00:21:59: und dann lernt dein Körper irgendwann, ah okay diese Erfahrungen sind ja gar nicht so gefährlich wie ich immer dachte, sondern ich schaffe das!
00:22:06: Und die Erfahrungen... also du musst rausgehen!
00:22:10: Das schreie ich immer wirklich.
00:22:11: oder würde ich gerne von allen Techen streien auch für all unsere Programmteile nehmen.
00:22:15: So lange du nur im Kopf bist und uns nur Fragen stellts und nur die Übungen machst Nur mit Chat-Pity und her schreibst oder Pläne machst, es wird sich nichts verändern.
00:22:26: Du musst diese Erfahrung machen!
00:22:28: Du musst im Büro essen, du musst dich ins Meeting setzen und davor einen Kaffee trinken.
00:22:33: Du muss mal woanders auf die Toilette gehen?
00:22:36: Du musst mal eine längere Autofahrt machen.
00:22:37: Gerne immer mit Notfallplanen aber du musst Dinge wieder machen.
00:22:42: Notfall plan ist wichtig damit du daraus nicht noch negativer gibt's nicht.
00:22:47: Aber du weißt was ich mein... Keine Erfahrung entsteht, die quasi noch schlimmer für dich ist.
00:22:52: Aber so eine Erfahrung ist einfach viel, viel mächtiger fürs Lernen als irgendwie ein Satz der einfach nur in deinem Kopf entsteht.
00:23:00: Jetzt kommen wir zu einem Punkt.
00:23:01: warum Vermeidung was ich gerade gesagt habe wenn ich Dinge einfach nicht mache lernen verhindern kann.
00:23:05: Wir nehmen jetzt wieder das Restaurant einfach weil es einfach der Beispiel ist.
00:23:08: und du denkst dir wenn ich dort esse bekomme ich Beschwerden.
00:23:10: also sagst du ab oder isst vorher nichts?
00:23:14: Oder nimmst vorsorglich Medikamente Oder siehst du eine alte Toilette oder bestellst du deine zwei, dreißigeren Lebensmittel.
00:23:20: Und dann fühlst du dich natürlich kurzfristig sicherer.
00:23:23: Aber dein Gehirn bekommt nie die Information.
00:23:26: vielleicht hätte ich es ja auch ohne diese Schutzstrategie geschafft und das nennt man in der Psychologie Sicherheitsverhalten.
00:23:33: Es reduziert kurzfristige Angst kann aber gleichzeitig verhindern dass ne neue Lern-Erfahrung überhaupt entstehen kann.
00:23:39: deswegen ist Exposition also sich solchen Momenten, Situation auszusetzen bei vielen Angst und symptombezogenen Handlungsansätzen so wichtig.
00:23:49: Es geht nicht darum dich einfach zu zwingen sondern in einem sinnvollen Rahmen neue Erfahrungen ermöglichen.
00:23:55: wie ich gesagt habe gerne mit Notfallplan Und das bedeutet natürlich nicht ignoriere jetzt jedes Symptom.
00:24:03: Es geht nicht darum, dass irgendwie alle Symptome ein falsches Alarm ist.
00:24:07: Quatsch!
00:24:08: Also Symptomen sind ein Zeichen vom Körper dir was zu zeigen.
00:24:11: nur wenn wir irgendwann jedes Bauchkommel als Symptom wahrnehmen dann haben wir halt irgendwann ein Problem weil natürlich können Symptoma auch reale Ursachen haben Entzündungen Infektion Endometriose Zölder-Kieh Kunst und zündliche Damerkrankungen Stoffwechselstörung und und und.
00:24:28: Deshalb gehört Zu gute Arbeit, immer das Verständnis dafür was wirklich im Körper passieren kann.
00:24:34: Weil auch wenn ich über die Zeit dieses Muster gelernt habe wann Schmerzen entstehen wie man Körper reagiert.
00:24:43: bei bestimmten in bestimmten Situationen muss ich natürlich auch verstehen dass sich der Körper auch verändern kann über die zeit.
00:24:50: es kann wirklich sein dass der Mikrobiom natürlich über diezeit aus dem gleichgewicht geraten ist.
00:24:54: Du kannst Entzündungen haben du kannst vielleicht Zöllerkie haben Und deswegen geht es auch nicht darum, jedes Wahnsignal wegzutrainieren sondern als weiteren Baustein zu nutzen.
00:25:06: Aber ganz wichtig für alle die jetzt unter Verstopfung, Durchfall, Blähbauch aufstoßen und Blährungen leiden ohne irgendwelche Diagnosen ist das mit der wichtigste Ansatz.
00:25:17: und bei allen anderen aber auch als es gehört eine ganze Zeitige Therapie dazu.
00:25:21: wenn du mit einer CED, Morbus Chrono- oder Caliculitis in der medizinischen Behandlung bist und Medikamente einnimmst Dann gehört dieser nervensystembezogene Ansatz auf jeden Fall auch mit dazu, weil auch da darfst du neue Dinge lernen.
00:25:37: Auch da darfste wieder Sicherheit spüren.
00:25:39: Auch hier gibt es verschiedene Studien dazu und dementsprechend würde ich das nicht ignorieren.
00:25:49: Denn auch bei einer organischen Erkrankung gilt dass beides gleichzeitig wahr sein kann.
00:25:54: Du kannst eine körperliche Erkankung haben Und der Nervensystem kann zusätzlich mittlerweile zu sehr sensibilisiert sein.
00:26:01: Das eine schließt das andere nicht aus.
00:26:05: Rangytraining bedeutet für mich übrigens nicht, dass man einfach so ne Symptome wegdrückt oder es nur noch positiv denken muss ja und als jeden unangenehm Gedanken shoppen sollen, das alles natürlich quatscht.
00:26:15: Darum geht es nicht.
00:26:16: oder aus den Sachen wie wenn du jetzt noch ein Tumor hast und trainierst für einen Gehirn falsch dann ganz schnell wegreden, wenn dir das jemand sagt.
00:26:22: Grundsätzlich beschwerden werden natürlich von vielen Ebenen beeinflusst, dass schon vieles bei mir auch gelernt verhalten um welches Stress soziale Faktoren im Unsystem usw.
00:26:32: Und genau aus diesem Grund brauchen wir auch einen biopsychosozialen Blick.
00:26:36: heißt Wir wollen nicht schauen entweder Körper- oder Gehirnen sondern immer Körper und Gehirn.
00:26:43: Mit dem Ansatz arbeiten wir auch bei uns im Programm mit den Bausteinen, Nervensystemen, Emotionen und Ernährung.
00:26:50: Was Brainy Training eigentlich sinnvollerweise bedeuten sollte oder was ich darunter verstehe oder wie wir damit arbeiten neue Erfahrungen schaffen Körper Signale wahrnehmen ohne sofort eine Gefahr daraus zu machen die Aufmerksamkeit wieder nach außen richten anstatt immer in unseren Körper Vermeidung langsam reduzieren Lebensmittel wieder weiter und vertrauen in den Körper entwickeln, neue Assoziationen aufbauen.
00:27:16: Also nicht so was wie mein Darm darf keine Geräusche mehr machen oder ich darf den nicht mehr wahrnehmen sondern man darf Geräuschen machen.
00:27:25: der darf sich bewegen oder darf auch reagieren ohne dass sich jedes Signal sofort als Bedrohung interpretieren muss.
00:27:30: Wenn du jetzt heute noch mehr aus dieser Folge mitnehmen möchtest, dann mach dir doch mal so eine kleine Mindmap.
00:27:36: Also nehmt mir ein Stift und blatt Papier oder kannst auch auf dem Handy machen Und schreib in die Mitte deinen Symptomen.
00:27:42: Bauchschmerzen Bläber durch Fall übelkeit ich weiß Die meisten oder du wahrscheinlich auch haben mehrere Symptome.
00:27:48: Schreibe es mal des vielleicht auch was für dich am einschränkendsten ist Und rumherum dann Wasser.
00:27:53: denk hierhin damit verbunden Zyklos Bestimmtes Essen Urlaub morgens Stress, Sport, Restaurant.
00:28:03: Und jetzt kannst du dich bei jedem Punkt einmal fragen, okay ist diese Verbindung immer objektiver?
00:28:08: Also habe ich immer beim Sportsymptome oder hab ich in jedem Zyplus-Symptome?
00:28:12: Habe ich immer im Urlaub Symptome?
00:28:14: Hab ich immer Symptomen wenn ich mich mit Freunden treffe?
00:28:17: Oder hat mein Gehirn möglicherweise irgendwann gelernt die Situation vor sich zahlbar als Gefahr zu behandeln?
00:28:24: und dann kannst Du Dich ja zweite Frage fragen Welche neue Erfahrung würde dieses Netzwerk brauchen?
00:28:31: Vielleicht essen gehen und dort bleiben, auch wenn der Körper sich bemerkbar macht.
00:28:39: Ein Reiz spüren und nicht sofort kontrollieren.
00:28:42: Vielleicht mal eine Autofahrt machen ohne vorher die Toiletten auf den Weg zu checken.
00:28:48: Frühst vielleicht direkt mit dem Arbeiten anfangen oder mit was anderem ohne auf den Stuhlgang zu warten damit du neue Informationen für dein Nervensystem hast.
00:29:00: Wenn du das gemacht hast, deine MindMap und alles so ausgefüllt hast kannst du mir gerne ein Foto über Instagram schicken?
00:29:07: würde mich total interessieren wie deine Mindmap aussieht oder wie dein Netzwerk aussieht.
00:29:13: Und wenn du aus dieser Folge jetzt vielleicht eins zwei drei Sachen mitnehmen willst dann vielleicht dass gelernte Symptome nicht eingebildet sind und dass unser Gehirn- und Nervensystem sich durch Erfahrungen verändern.
00:29:24: Und genau diese Plastizität ist gleichzeitig der Grund, warum Veränderung überhaupt möglich ist.
00:29:30: Bedeutet natürlich nicht alles ist nur in deinem Kopf sondern ein Gehirntest ein Teil deines Körpers.
00:29:35: also stelle ich mal von einem Spiel du siehst ja nicht irgendwas Abgetrenntes dann gehieren gehört zu deinem Körper bei chronischen Schmerzen, chronischen Beschwerden.
00:29:43: Das ist nämlich ganz, ganz wichtig.
00:29:44: Weil du hast das auch schon mal geträumt, dass du Schmerzen hast und bist aufgewacht und hast gedacht, du hattest wirklich diese Schmerze!
00:29:50: Obwohl es ja nur in deinem Koffer stattgefunden hat, das müsste eigentlich ein Beweis genug sein wie krass unser Gehirn ist und manchmal sehr positiv aber manchmal auch für uns in Anführungszeichen negativ.
00:30:04: Und genau aus den Gründen, die ich dir jetzt hier in die letzte halbe Stunde erzählt habe, schauen wir bei Darmmunder eben nicht nur auf der Ernährung sondern wir schauen auch ganz intensiv auf das Nervensystem.
00:30:14: Auf die Schmerzwahrnehmung, Körperwahrnähmungen Erwartung Angst Vermeidung Verhalten und auf neue Lernerfahrungen.
00:30:22: Wenn du jetzt sagst okay Ich hab die Schnauze voll.
00:30:25: Stimmt alles, was du sagst Jana, genau so ist es!
00:30:27: Ich möchte das ihr mir helfen, dass wir zusammenarbeiten.
00:30:30: Dann kannst du dir über den Link in den Show noch direkt ein Vorgespräch mit uns buchen.
00:30:33: Das geht für nur vierzig Minuten.
00:30:36: Keine Sorge, da sitzen keine schmierigen Vertriebler sondern unser ganz tolles Team Die ganze Noehe mit dir sprechen sich Zeit für dich nehmen.
00:30:43: Du musst dich auch nicht direkt danach entscheiden Sondern soll's danach einfach für dich mit einem klaren Ja oder Nein rausgehen.
00:30:50: Und dann hast du aber nochmal Zeit, den nochmal zu überlegen mit deinem Partner, mit deiner Partnerin zu sprechen.
00:30:56: Aber ganz wichtig wenn die mit eingebunden sind in dir ein Teil und nimm die doch einfach mit, dann nimm sie mit ins Gespräch und können wir zusammen quatschen und können eure Fragen beantworten euch da weiterhälften.
00:31:07: Und das Schöne ist zum Schluss Neuroplastizität geht in beide Richtungen.
00:31:12: also wenn wir irgendwas erlernt haben können wir es auch wieder fährlernen und das habe ich hundert mal, tausende Mal mit Menschen mittlerweile gemacht auch bei mir selbst.
00:31:21: Und ich freue mich wenn du viel für dich mitnehmen konntest.
00:31:24: Wenn es vielleicht auf jemand anderen relevant ist dann teil den Podcast gerne und wir hören uns beim nächsten mal Bis dann deine Jana.
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