#39 Die Angst vor Symptomen: Wenn nicht die Beschwerden, sondern die Angst dein Leben bestimmt
Shownotes
Viele Betroffene erleben irgendwann einen Wendepunkt: Die Symptome sind vielleicht schon deutlich besser geworden – aber die Angst ist geblieben. Die Gedanken kreisen weiter um Essen, Ausflüge, Reisen oder die nächste Toilette. Und plötzlich bestimmt nicht mehr der Reizdarm den Alltag, sondern die Angst vor dem Reizdarm.
In dieser Folge erkläre ich, warum das völlig normal ist, was dabei in deinem Gehirn und Nervensystem passiert – und wie du diesen Kreislauf Schritt für Schritt wieder durchbrechen kannst.
✨ In dieser Folge erfährst du:
- warum die Angst vor Symptomen mit der Zeit oft größer wird als die Symptome selbst
- was dein Gehirn durch frühere Beschwerden lernt – und warum es dich eigentlich nur schützen möchte
- wie Angst deine Verdauung und dein Nervensystem beeinflusst
- weshalb Sicherheitsverhalten die Angst oft unbewusst verstärkt
- wie dein Gehirn wieder lernen kann, Situationen als sicher zu bewerten
- warum Heilung nicht bedeutet, nie wieder Symptome zu haben
- und wie du dein Leben Schritt für Schritt zurückerobern kannst – auch wenn noch nicht alles perfekt ist
Eine Folge für alle, die sich nicht länger von der Angst einschränken lassen möchten und wieder mehr Vertrauen in ihren Körper gewinnen wollen. 💙
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Transkript anzeigen
00:00:04: Hallo und willkommen zu einer neuen Folge im Darmunder Podcast.
00:00:08: Wir sprechen heute über was, dass du höchstwahrscheinlich kennst!
00:00:13: Du hast eigentlich gar nicht mehr so ständig beschweren aber du denkst trotzdem ständig drüber nach Was esse ich heute?
00:00:21: Was passiert wenn ich unterwegs im Turm bekomme?
00:00:24: Wo ist es im Notfall die nächste Toilette?
00:00:26: Kann ich dort überhaupt etwas essen?
00:00:28: und irgendwann merkst du dass eben nie gar nicht mehr so die Symptome ein ständiges Leben bestimmen, sondern einfach die Angst vor den Symptomen.
00:00:37: Und genau darüber wollen wir heute ein bisschen miteinander sprechen.
00:00:40: und zwar ist es ganz oft so, dass irgendwann die Angst größer wird als die Symtome also vieles eragen.
00:00:46: beispielsweise eigentlich habe ich gar nicht mal so jeden Tag beschwerden.
00:00:50: Also das ist schon viel besser geworden mir geht's besser aber ich denke trotzdem irgendwie den ganzen tag daran treffe viele, viele Vorsichtsmaßnahmen.
00:01:00: Und genau das ist eben so ein ganz großer Unterschied weil irgendwann verändert sich der Fokus.
00:01:04: am Anfang kommen die Symptome, die lösen Angst aus und später ist es dann oft umgekehrt.
00:01:10: also du hast Angst und diese Angst löst Symptoma aus.
00:01:14: natürlich weiß man auch immer nicht so ganz was war jetzt wirklich als erstes da aber ganz, ganz oft beobachten wir eben dass ich das dann irgendwann so ändert oder abwechselt.
00:01:23: Das heißt aber natürlich auch nicht, dass deine Beschwerden jetzt eingebildet sind.
00:01:26: Sondern das Ganze im Gegenteil, dein Gehirn beginnt halt einfach zu lernen.
00:01:31: Symptome bedeuten Gefahr, da passiert was Schlimmes, da geht es uns nicht gut.
00:01:35: und sobald Gefahr erwartet wird bereitet sich der Körper einfach drauf vor.
00:01:38: und dann reagiert ein Gehirne schon mit gewissen Vorsichtsmaßnahmen.
00:01:44: Und es ist natürlich aus evolutionsbiologischer Sicht sinnvoll, weil dein Gehirn ist gar nicht dafür gemacht um glücklich zu sein.
00:01:51: Also die Aufgabe von deinem Gehirnen ist es leider nicht dass du total glücklich bist.
00:01:56: Schön wärs ich würde es mir auch mal wünschen.
00:01:58: aber natürlich hat so noch eine irgendwie viel wichtiger Aufgabe dann gehirn das einfach dafür gemacht dich am leben zu halten also dafür zu sorgen dass du weiterlebst, dann überleben zu sichern und Sicherheit.
00:02:11: Und genau dafür versucht es halt auch nach ständigen möglichen Gefahren also den Gehirn sucht er eigentlich seltenst gewusst nach den schönen Dingen sondern eigentlich immer nach den Dingen die ja eine mögliche Gefahr sind.
00:02:26: und ein Gehirnt merkt ich auch negative Erfahrungen deutlich stärker als neutral oder positive.
00:02:32: Ich finde oder ich merke es immer so bei Komplimenten.
00:02:35: Die wurden viele, viele Komplimente bekommen aber wenige davon sind mir wen wirklich im Kopf geblieben.
00:02:40: Aber die ein zwei negativen Kommentare oder Bewertungen über mein Äußeres auch aus der Jugend und der Kindheit kann ich dir heute noch komplett auswendig einfach aufsagen!
00:02:51: kann dir auch sagen, was ist für eine Situation?
00:02:52: Weil das schon krass wie sehr unser Gehirn da einfach drauf geprägt ist.
00:02:57: Und dann gibt es natürlich auch Beispiele mit Symptomen.
00:02:59: heißt du hattest während der Autofahrt vielleicht mal plötzlich starke Bauchschmerzen und beim nächsten Mal denkt sich dein Gehirnen dann Achtung!
00:03:06: Autofahren könnte gefährlich sein oder du hättest einmal im Durchfall plötzlich... äh ...im Durchfall Du hattetest im Restaurant mal plötzlich durchfallen und dann kann schon der Gedanke an dem nächsten Restaurant Besuch eine ganz große Ahnenspannung auslösen, obwohl vielleicht seitdem zwei drei Monate vergangen sind und den gar nicht mehr war.
00:03:25: Gar nicht weil dann damit was passiert aber tatsächlich weil er hierhin einfach versucht dich zu schützen.
00:03:32: Und da wird es auch tatsächlich spannend Weil ganz viele denken ich habe Angst weil ich Symptome hab.
00:03:38: Aber genauso gilt Ich bekomme stärkeres Symptom weil mein Körper Angst wahr nimmt.
00:03:43: aber warum ist das so?
00:03:45: Wenn du regelmäßige Podcast-Hörerin bist oder Podcast-Heurer, dann weißt du ja das Stress, den Sympathikus actuiert.
00:03:51: Also den Teil des Nervensystems, der fürs Überleben, für Stress, für Ausnahmesituationen zuständig ist also für Anspannung letztlich.
00:04:00: Der Körper schaltet in den Überlebensmodus und dann verändert sich tatsächlich unmittelbar die Darmbewegungen, die Durchblutung des Darms – die Magensäureproduktion, die Enzymenproduktion ,die Darm hier in Kommunikation Und außerdem steigt die sogenannte miszerale Sensitivität.
00:04:17: Das bedeutet, der Darm sendet gar nicht mehr unbedingt mehr Signale aber dein Gehirn bewertet sie intensiver.
00:04:27: Da gibt es Schulen dazu, die zeigen dass Menschen mit Reizdarm eine erhöhte Schmerz- und Reizwahrnehmung im Darm entwickelt haben.
00:04:34: Gleichzeitig ist die Aktivität in Hirnregion verändert, die für Bedrohungsbewertung und emotionale Verarbeitung zuständig sind.
00:04:41: Dadurch werden normale Damenfindungen schneller als unangenehm oder gefährlich interpretiert.
00:04:46: Heißt zwei Menschen, ich sage jetzt mal tun eine Schwester ihr habt exakt dieselben Darmbölegungen und dann schwester nimmt sie vielleicht überhaupt gar nicht wahr weil ihr Gehirn quasi nicht drauf trainiert ist Und du spürst da aber schon so leichte Bauchkrämpfe.
00:05:02: Und dann geht es ja am Endeffekt schon los, dadurch dass du ja deine Damen schon spürest, den du das stärker war, konzentrierst dich drauf und dann geht der Teufelskreis ja eigentlich los mit der Angst usw.
00:05:12: Es wird schon interessant und das kann man auch wieder umkehren.
00:05:15: also eine starke Sensibilisierung.
00:05:18: unter anderem durch Nervensystemarbeit machen wir unser Programm ganz viel, kann nicht lernen eben diese Sicherheit im Körper zu spüren doch erst mal noch trotz Symptomen Genau, dass ich lerne wie mein Körper sich sicher fühlt.
00:05:32: Und dann passiert etwas was viele gar nicht so bemerken.
00:05:36: es geht so ganz schleichen.
00:05:37: man beginnt sein Leben anzupassen zum Beispiel ist man nur noch bestimmte Lebensmittel.
00:05:44: Man fängt an lange Autofahrten zu vermeiden Es geht gar nicht abruppt sondern so wirklich super schleichend und man fängt andere Restaurants zu meiden Geht immer seltener.
00:05:53: Essen sagt Einladungen immer öfter ab Man weiß immer genau wo die nächste Toilette ist, einfach nur um sicher zu sein.
00:06:01: Einfach nur damit ich es im Notfall weiß!
00:06:04: Man hat immer Medikamente für alle Fälle dabei und das fühlt sich kurzfristig natürlich auch gut an und es gibt die Kurzfristig auch Sicherheit.
00:06:11: klar.
00:06:13: Gesundheitspsychologisch nennt man es aber einfach Sicherheitsverhalten.
00:06:17: Und dann gieren lernt er durch, aber nicht ich bin sicher sondern eher gut dass sich vorsichtig war sonst wäre bestimmt was passiert heißt die Angst bleibt bestehen oder sie wird sogar größer und größer.
00:06:29: vielleicht bist du so jemand oder kennst jemanden der noch mit Immodium oder Pan aus dem Haus geht einfach weil er sich sonst unsicher fühlt.
00:06:38: Ohne die Beschwerden, es ist gar nicht so dass immer Beschwerde auftreten oder immer Symptome aber man fühlt sich sonst unsicher heißt Medikament wird zum Sicherheitsanker und dabei ist dann die Botschaft das Problem Weil dein Gehirn daraus lernt alleine schaffe ich das nicht.
00:06:53: Und dann vergisst du die Medikamente zum Beispiel mal eigentlich wer gar nichts passiert.
00:06:56: Aber alleine das sorgt dann schon dafür dass du dich total unsicher füllst Angst hast.
00:07:01: was ist wenn jetzt etwas passiert?
00:07:02: Jetzt habe ich nichts dabei Ja, ein bisschen so'n Träufelskreis, der dann irgendwann einfach kommt.
00:07:08: Ich hatte damals halt immer Apfelmittel dabei und wenn ich sie mal nicht dabei hatte, hatte ich auch immer Angst.
00:07:13: Was ist denn jetzt wieder ganz schlimm wird?
00:07:15: Und du so Bauchschmerzen und Krämpfe bekommst... Man gewöhnt sich's halt irgendwann oft einfach an!
00:07:21: Jetzt habe ich aber eine gute Nachricht für dich.
00:07:23: Unser Gehirn kann nämlich genau so lernen, dass Situationen sicher sind und das nennt man Lernprozesse durch neue Erfahrungen heisst jedes Mal wenn du eine Situation meisterst ohne dass das passiert wo du vor Angst hattest schreib dein Gehirnen langsam seine innere Landkarte quasi um.
00:07:40: also es vernetzt sich quasi neu.
00:07:43: es funktioniert aber nicht über zwang und über muss sondern Ja auch nicht über jetzt muss ich mich einfach mal überwinden, sondern über ganz viele mini kleine Erfahrungen von Sicherheit.
00:07:55: und genau deshalb arbeiten wir bei unserem Programm auch so stark mit dem Nervensystem.
00:08:02: Weil ein reguliertes Nerven System was sich oft sicher fühlt auf der Regulation ist einfach auch weiß wie es wieder zurückbounzen kann also aus einer Anspannungssituation zurück in Sicherheitsmodus zurückkehren kann bewertet diese Situation völlig anders, also ein reguliertes Nervensystem würde so eine Situation einfach anders bewerten.
00:08:24: Einfach als bewältigbar.
00:08:27: Das ist ein Wort da kann man das noch sagen.
00:08:28: Ich finde nicht ein anderes Wort.
00:08:33: Was kann man noch sagen?
00:08:35: Als machbar!
00:08:36: Dann gehen und sagt dann diese Situation ist machbar und sagt nicht mehr hey das ist in der Bedrohung.
00:08:41: Es bedeutet übrigens natürlich nicht, dass jetzt nie mehr Symptome auftreten.
00:08:44: Aber die große Unterschiede ist auch was wir bei uns im Programm immer wollen.
00:08:48: Wir wollen eigentlich, dass wir es lernen und sicher zu fühlen trotz Symptom Und das wir unser Leben wieder leben Trotz Symtome.
00:08:55: Das hört sich so paradox an aber das sind die Schritte, die dazu führen Dass sie Symptomen den Hintergrund drücken Weil der Fokus nicht mehr drauf liegt Und weil wir keine Angst mehr vor ihnen haben.
00:09:04: Genau das verändert eben ganz viel.
00:09:09: Und wenn du jetzt sagst, das hört sich ja alles total plausibel an und ich verstehe schon was da dahintergrund ist.
00:09:15: Aber ich weiß gar nicht was ich da zu machen soll!
00:09:18: Dann schau dir doch total gerne mal unsere kostenlose Info-Veranstaltung an.
00:09:22: Du findest den Link dazu in den Shownotes.
00:09:24: Da erkläre ich nochmal ein bisschen mehr, was unser Ansatz ist.
00:09:26: So lernst du, was wir alles machen, was für die Anbieten, wie es in unserem Bookraum aussieht... Wenn du Fragen dazu hast, kannst du uns super gerne natürlich immer schreiben per E-Mail oder auf Instagram.
00:09:38: Ich möchte dir heute noch ein paar Fragen mitgeben, bzw.
00:09:43: am Ende eine größere Frage.
00:09:45: Wir nehmen einmal an morgen sind alle deine Symptome verschwunden!
00:09:50: Wie würdest du dann leben?
00:09:53: Welche Dinge würdest Du wieder tun?
00:09:56: Mit wem würdest Dich treffen?
00:09:59: Wohin würdest Tu reisen?
00:10:02: Ohne die große letzte Frage wie viele dieser Dinge Während denn vielleicht schon heute wieder möglich, auch wenn deine Symptome gerade noch präsent sind?
00:10:18: Nur dadurch dass du vielleicht die Angst loslässt.
00:10:21: Wie viele dieser Dinge während vielleicht heute schon wieder möglich?
00:10:25: Indem nur die Angst Stück für Stück etwas losläst!
00:10:35: Wenn du heute gemerkt hast, dass nicht nur deine Symptome ist sondern vor allem auch die Angst davor mittlerweile in dein Leben bestimmt dann möchte ich dir eins mitgeben.
00:10:43: Du bist damit auf jeden Fall nicht alleine.
00:10:45: es geht fast allen so und mit denen ich gesprochen habe die zu uns kommen.
00:10:48: Ich kenne das auch von mir selber noch Und kannst diesen Kreis auf jeden fall durchbrechen wenn die folgende gefallen hat wenn was gelernt hat dann freuen wir uns für immer über eine Sternebewertung von dir damit wir auch weitermachen können Feedback einfach mitnehmen können von dir.
00:11:06: Ich sag danke, dass du heute dabei warst und zum Abschluss vielleicht einen Satz noch für dich?
00:11:14: Weil Heilung immer so in ganz ... ja, Heilungen wird irgendwie für mich auf den Podest gestellt, wenn ich geheilt bin.
00:11:21: Aber alle die durch diese Reise durchhaben und heute wieder gesund sind, würden mir zustimmen das Heilung eben auch bedeutet dass dein Leben auch trotz deiner Symptome wieder größer wird als deine Angst.
00:11:36: Recht magst du dir das für heute einmal mitnehmen?
00:11:39: Ich freue mich schon auf die nächste Folge mit dir, bis bald!
00:11:42: Deine Jana.
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